Klein Bruno* (Der Eisbär)

 

Er liegt in tiefem Winterschlaf

Eng an die Mama angeschmiegt

Ein Bündel Fell, so süß und brav

Das gern noch bei der Mama liegt

 

Da wird er wach, der kleine Bär

Und ist auf einmal ganz allein ...?!

Die Höhle ist tatsächlich leer -

Wo könnte bloß die Mama sein!?

 

Noch ganz verschlafen, furchtbar müd'

Was hat ihn eigentlich geweckt?!

Er ahnt noch gar nicht, was ihm blüht

Und dass er in der Falle steckt

 

Ist Mama etwa auf der Jagd?

Ob er mal einfach nach ihr schaut?

Doch als er sich nach draußen wagt

Da ist es mild ... fast warm ... es taut!

 

Die Bärin prüft derweil das Eis

Und hofft, dass es sie beide trage

Sonst ist ihr Kleiner, wie sie weiß

In einer aussichtslosen Lage

 

Klein Bruno aus dem Eis im Norden

Wär so gerne ein stattlicher Eisbär geworden ...1

 

_____

1 (...)

   (...)

   Und vor dem Bio-Supermarkt

   Hat grad' ein SUV geparkt

 

* Ich bitte alle Biologen, Zoologen und nordischen Namensforscher um Nachsicht für die eine oder andere

   dichterische Freiheit, die sich in obige Zeilen hineingeschlichen hat.

01/19

 


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Kommentare: 4
  • #1

    Alfons (Donnerstag, 11 April 2019 07:55)

    Hi Tünn,
    hier ein Link zu deinem Thema:
    https://www.heise.de/tp/news/Arktis-Meereis-in-besonders-schlechtem-Zustand-4374697.html
    "Die Arktis erwärmt sich rund dopelt so schnell wie der Rest des Planeten. Das Ergebnis: Die Eisfläche schrumpft auch im Winter."

  • #2

    Alfons II (Donnerstag, 05 März 2020 12:18)

    A propos SUV - zu diesem und weiteren umweltbedeutsamen Themen Jens Berger auf den Nachdenkseiten unter dem Titel „Fridays for Future – was bleibt nach den Schlagzeilen?“:

    „Das Jahr 2019 stand im Zeichen der Klimaproteste. Doch wer meint, dass die Fridays for Future tatsächlich zu maßgeblichen Änderungen unseres Verhaltens geführt haben, muss sich leider angesichts der jüngsten Statistiken eines Besseren belehren lassen. Noch nie flogen die Deutschen so viel wie im Jahr 2019. Noch nie rollten auf unseren Straßen so viele Geländewagen und noch nie verkauften sich PS-starke Autos besser als im letzten Jahr.
    ...
    Die immer wieder von den Medien als größtes Problem dargestellten SUVs konnten im letzten Jahr ein Plus von 21,0% bei den Zulassungen verzeichnen und waren damit im gesamten PKW-Markt das Segment mit den größten absoluten und relativen Zugewinnen. Diese Sparte ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Was in den Zulassungsstatistiken unter SUV firmiert, gehört nämlich eigentlich mehrheitlich eher in die Kategorie „höhergelegter Kompaktwagen für das ältere Publikum“. Die „Panzer auf vier Rädern“ mit exorbitantem Verbrauch und CO2-Ausstoß, also all die Audi Q, BMW X, Porsche Cayennes und VW Touaregs, gelten offiziell nicht als SUV, sondern als Geländewagen, und ausgerechnet diese Sparte war es dann auch, die im letzten Jahr mit einem Plus von 20,3% bei der Zulassungsstatistik gleich hinter den SUVs den zweiten Platz bei den Jahresgewinnern ausmachte. ...“ (https://www.nachdenkseiten.de/?p=59031)

  • #3

    Alfons III (Samstag, 29 August 2020 06:58)

    Auch das finde ich interessant:

    "Übrigens: Etwas über 90 Prozent der Energie, die durch die zusätzlichen, vom Menschen in die Atmosphäre gepumpten Treibhausgase eingefangen und im Erdsystem gespeichert wird, landet im Meer. Dort sorgt sie für dessen Erwärmung und nicht zuletzt für höhere Temperaturen an seiner Oberfläche. Letzteres bedeutet mehr Verdunstung, was wieder zu mehr Energie für Stürme und zu stärkeren Niederschlägen führt."
    https://www.heise.de/tp/news/Laura-Bavi-Maysak-Verheerende-Unwetter-am-Fliessband-4881658.html

  • #4

    Zum Kuckuck! (Montag, 15 März 2021 11:04)

    Nicht nur der Eisbär ist betroffen, auch der Kuckuck:

    "(...)
    Der Klimawandel verändert die Jahreszeiten – das belegt nun auch eine Studie chinesischer Forschende. Demnach werden die Sommer seit 1952 immer länger, während sich Frühjahr, Herbst und Winter verkürzen. Konkret verlängerte sich der Sommer im Schnitt von 78 auf 95 Tage, dadurch wird er um 4,2 Tage pro Dekade länger, wie die Forschenden berichten. Setzt sich dieser Trend fort, könnte der Sommer zum Ende des Jahrhunderts fast ein halbes Jahr dauern – mit erheblichen Folgen für Mensch, Natur und Wetter.

    Um die Dramatik mal am Kuckuck zu illustrieren: 9.000 Flugkilometer legt der Vogel aus seinem Winterquartier in Afrika zurück, um pünktlich Anfang Mai Deutschland, seine Kinderstube, zu erreichen – jedes Jahr. Weil der Frühling aber immer eher beginnt, sind seine "Wirtsvögel" – Teichrohrsänger, Grasmücken, Bachstelzen – da längst hier und brüten. Denn diese Teilzieher fliegen im Winter weniger weit gen Süden, sind viel eher zurück, ihr Brutbeginn richtet sich nach Temperatur, Nahrungsangebot, nach phänologischem Frühlingsbeginn. Vielerorts sind sie längst Eltern, wenn der fernreisende Kuckuck bei uns eintrifft, er findet dann niemanden mehr, dem er seine Eier unterschieben kann. In Deutschland steht der Kuckuck mittlerweile mit einer Vorwarnung auf der "Roten Liste" der bedrohten Arten. Weniger als 69.000 Paare soll es hierzulande noch geben, Tendenz abnehmend."
    https://www.piqd.de/klimawandel/der-klimawandel-verandert-die-jahreszeiten