Zitat aus dem Text "Corona: Impfpflicht? Bitte nicht" von Willi Wacker

 

 

 

In unserem letzten fernmündlichen Dialog (pardon für den kleinen Vorab-Einschub) ging es auch um die

 

gesellschaftliche Atmosphäre, in der das jetzt alles stattfindet und, wie ich fürchte, weiterhin

 

stattfinden wird. Meinem Eindruck nach siehst du das recht entspannt und ohne Anlass für größere

 

Kritik. Das ist bei mir anders. Zum einen (aber nicht nur), weil ich selbst betroffen bin. An unseren

 

Eddie schrieb ich vor einiger Zeit in meinem Megamonstermeckermail:

 

 

Ich fühle mich zunehmend unwohl, beständig als asoziales, unsolidarisches, egoistisches und

 

mittlerweile auch antisemitisches Rübenschwein bezeichnet zu werden, wo Tausende Tote und

 

das potenzielle Lebensglück von Millionen Menschen auf dem Gewissen hat. Wobei sich dem

 

Beschümfen und Verunglimfen meiner Wenichkeit zunehmend und vorrangig? links?liberale?

 

Blätter zu widmen scheinen. In SPIEGEL, FR und ZEIT scheuen sich die ihnen zugehörigen

 

Qualitätsjournalisten in keinster Weise, ihre teilweise faschistoid anmutenden primitiven

 

Pöbeleien der begeisterten Leserschaft euphorisch und von sich selbst hingerissen zu

 

präsentieren.“

 

 

Ich bringe dann ein Beispiel aus der ZEIT und ein schlimmeres aus der Essener Lokalpresse. Die

 

aus meiner Sicht fragwürdigen Formulierungen sind bekannt, ich möchte einige trotzdem noch

 

einmal anführen. Als Diktator werde ich bezeichnet, als Tyrann, als Terrorist, als Geiselnehmer

 

[allesamt Typen, die in der Geschichte der Menschheit unter Verwendung ethisch einwandfreier Argumente,

 

manchmal allerdings wenig humaner Methoden der Beseitigung zugeführt wurden], als Blinddarm, „der ja

 

nicht im strengen Sinne essenziell für das Überleben des Gesamtkomplexes“ sei. Den man also

 

entfernen kann, schließe ich, ja, ggf. gar entfernen muss. Welche Methoden bieten sich da an?

 

Nach Madagaskar verfrachten“ geht leider nicht, auch „Keulen, wie bei der Vogel [sic] oder

 

Schweinegrippe ist ja leider nicht möglich.“ Hier kommen Leute zu Wort, die sich vermutlich selbst

 

als konsequente Kämpfer gegen Hass und Hetze im Netz sehen. Leistungsträger unserer Gesellschaft

 

sind darunter. Mich gruselt. Wenn ich nicht Mikado könnte, würde ich fürchten, eines Tages durch

 

einen mittels derlei Meinungsäußerungen irregeleiteten Impffanatikers zu körperlichem Schaden zu

 

kommen.

 

 

 

Wenn auch ganz sicher nicht geplant, so ist solcherlei Mobbing doch zu einem wichtigen Bestand-

 

teil der Impfpflichtkampagne geworden. Schade, dass diese Auseinandersetzung nicht sachlicher

 

geführt werden kann.