Der Omnivore1

 

Ich seh ein Bild mit einer Kuh

Ihr fehlt ganz vorn das linke Bein!?

Es lässt mir einfach keine Ruh

Dies Bein

Wo könnte es wohl sein?

 

Da fällt mir ein: Ich hab's gegessen!

Und hab die Kuh dabei verdrängt

Hab neulich im Le Blœuf **** gesessen

Wo keiner an den Schlachthof denkt

 

Meist ess ich kaum und wenig Fleisch

(Und wenn, dann BIO - garantiert!)

Was grad mal für das Beinchen reicht

Das man dem Kalb dort amputiert

 

Voilà! Hier ist mein Speiseplan

Fleisch wirst du nur ganz selten finden

Ich bin dabei - schon halb vegan! -

Die Lust auf Fleisch zu überwinden

 

Das ist nicht leicht

Noch spüre ich

Das Erbe von Millionen Jahren

In denen wir ja eigentlich

Schon immer Allesfresser waren

 

Auch heißt es, dass ein echter Mann

Um sich als solcher zu beweisen

Auf Kteletts2 kaum verzichten kann -

Zumindest in gewissen Kreisen

 

Und hab ich nicht als Mensch das Recht

Die Kreatur zu dominieren?

Nun gilt es plötzlich gar als schlecht!?

Sie massenhaft zu massakrieren ...

 

Lasst uns mal locker spintisieren:

Was wär die Menschheit ohne Grill?

Was wird denn bloß aus all den Tieren

Wenn keiner sie mehr essen will?

 

Und euer Tofu schmeckt abscheulich

Es schmeckt im besten Fall nach nichts

Echt, man servierte es mir neulich

Anstelle eines Fleischgerichts!

 

Ja, Alter, Fleisch ist ein Genuss

Gegrillt, gebraten und gekocht

Ich hab, wie ich gestehen muss

Es schon als Baby gern gemocht

 

Der Preis für derlei Köstlichkeit

Das seh ich mittlerweile ein

Ist Angst, millionenfaches Leid

Ist Blut und Schmerz und Qual und Pein

 

                    [...]

 

OK - wie soll ich mich entscheiden?

Fast neige ich zum Fleischverzicht

Ich leide mit, wenn Tiere leiden

Und doch ... ganz sicher bin ich nicht ...

 

     Ich schränk mich erst mal weiter ein

     Und ess nur noch ein halbes Bein

 

_____

1 Allesfresser

2 [ˈkɔtlɛts] https://www.duden.de/rechtschreibung/Kotelett

07/19

 


Für erläuternde Anmerkungen des geneigten Verfassers zu seinem Machwerk klicken Sie bitte: hier.


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Kommentare: 36
  • #1

    Luise Overbeck (Samstag, 20 Juli 2019 10:03)

    Eigentlich wäre es doch ganz einfach: Würden sich alle nach der goldenen Regel des sozialen Verhaltens richten, so gäbe es kein systematisch erzeugtes Leid. Denn: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!“
    … bringt eigentlich alles zum Thema ethisches Verhalten auf den Punkt. Oder?

    weiterlesen bei
    https://peta50plus.de/mensch-warum-nur-ueber-tierleid-und-verantwortung/

  • #2

    Krissje (Samstag, 20 Juli 2019 10:58)

    „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.“
    (Pythagoras, antiker griechischer Philosoph, um 570 v. Chr. – nach 510 v. Chr.)
    .... Ach ja, wie wahr -> siehe Klimawandel / Erderwärmung
    (Die fünf weltgrößten Fleisch- und Molkereikonzerne sind zusammen für mehr Treibhausgas-Emissionen verantwortlich als jeweils die drei größten Ölkonzerne, ExxonMobil, Shell und BP.)

    „Es ist die größte Befleckung, Leben zu entreißen und edle Glieder hineinzuschlingen.“
    (Empedokles, antiker griechischer Philosoph, um 495 v. Chr. – um 435 v. Chr.)

    „Du sollst nicht töten.“
    (2. Mose 20,13)

  • #3

    Flipper (Samstag, 20 Juli 2019 13:30)

    „Es mag der Tag kommen, an dem man begreift, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder das Ende des Kreuzbeins gleichermaßen ungenügende Argumente sind, um ein empfindendes Wesen dem gleichen Schicksal zu überlassen. Warum soll sonst die unüberwindbare Grenze gerade hier liegen? Ist es die Fähigkeit zu denken oder vielleicht die Fähigkeit zu reden? Aber ein ausgewachsenes Pferd oder ein Hund sind unvergleichlich vernünftigere sowie mitteilsamere Tiere als ein einen Tag, eine Woche, oder gar einen Monat alter Säugling. Aber angenommen dies wäre nicht so, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht 'Können sie denken?' oder 'Können sie reden?', sondern ‚Können sie leiden?“
    Jeremy Bentham, ein englischer Jurist, Philosoph und Sozialreformer, im Jahr 1828!!!
    Zitiert nach https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Bentham

  • #4

    Luise Overbeck (Samstag, 20 Juli 2019 15:03)

    Die Zitate sind echt voll krass gut.
    Aber, wie so oft, je kürzer desto besser:
    "Du sollst nicht töten" sagt alles.
    Kurz und knapp.
    Muss nichts erklären, klagt nicht an, entschuldigt nicht.

  • #5

    Heiner (Montag, 22 Juli 2019 13:24)

    "Landwirtschaft muss sich massiv ändern, das heißt, unsere Ernährung muss sich massiv ändern. Im ökologischen Landbau gibt es keinen synthetischen Pestizideinsatz und keinen chemischen Dünger, der ja ein Riesenenergiefaktor ist. Kunstdünger herzustellen verbraucht sehr viel Energie und damit produziert man sehr viel CO2. (...) Dann geht es weiter mit dem F l e i s c h verbrauch. Der wird sich nicht weiter steigern lassen, ohne weitere Urwälder zu roden, was man tunlichst bleiben lassen sollte. Also vom Fleischkonsum müssen wir weg und andere sollten den gar nicht erreichen.
    Und wir müssen weg vom kurzfristigen P r o f i t, der ja eigentlich gar keiner ist: Natur- und Umweltschäden gehören genauso eingepreist wie die Kosten für Gesundheits- und Sozialsysteme.
    Michael Schrödl ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiter der Weichtiersektion der Zoologischen Staatssammlung München. Er hat ein Buch über das Artensterben geschrieben: „Unsere Natur stirbt: Warum jährlich bis zu 60 000 Tierarten verschwinden und das verheerende Auswirkungen hat“." https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/biodiversitaet-momentan-killt-die-industrielle-landwirtschaft-die-meisten-arten/24592102.html

  • #6

    Christine (Mittwoch, 24 Juli 2019 16:59)

    Lustiges Gedicht oder doch nicht lustig?
    Wenn ein gerade geborenes Kälbchen 3 Tage lang verzweifelt und vergeblich nach seiner Mama schreit- wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren?
    Sein Herz rausschneiden? Oder hat man gar keins?

  • #7

    Tünn (Mittwoch, 24 Juli 2019 19:22)

    Danke, Christine, für deine Anmerkungen und dein eindrucksvolles Beispiel. Der Ernst deines Beitrags ist, wie mir scheint, dem Thema zweifellos angemessen. Ich habe meinerseits versucht, die Position desjenigen, der stolz erzählt, er schränke seinen Fleischkonsum ein, kritisch darzustellen. Die Brutalität und die Widersprüchlichkeit dieses - andererseits ja durchaus anerkennenswerten - Vorsatzes / Verhaltens klingen hier und da, finde ich, schon an. Zumindest war das meine Absicht.
    Und möglicherweise erreicht ja ein stellenweise leicht humoriger Ton den fleischfressenden Leser doch eher, als es ein durchgängig ernstes Gedicht vermöchte. Und um ihn, den Fleischfresser, geht es hier ja in erster Linie ...

  • #8

    Kalle (Donnerstag, 25 Juli 2019 17:34)

    Guter Hinweis von Christine (wahrscheinlich Veganerin) auf die widerliche Praxis in der Milchwirtschaft.
    Auf der Seite welttierschutz.org/kuhplusdu/
    gibt es einen Link zu einer Übersicht der mutter- und ammengebundenen Kälberaufzucht in Deutschland.
    Wie schön, dass es doch immer mehr Menschen gibt, die ans Tierwohl denken.
    Vielleicht reicht das noch nicht jedem, aber es ist ein Anfang.

  • #9

    Tünn (Donnerstag, 25 Juli 2019 18:21)

    Hallo Kalle,
    eine eindrucksvolle Website. „Im Gegensatz zu anderen Nutztieren werden Rinder in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung nicht berücksichtigt.“ Wusste ich nicht. An der Petition „Rettet die Esel“ kann man sich noch beteiligen: https://welttierschutz.org/petition-esel/.

  • #10

    Rainer (Freitag, 26 Juli 2019 14:27)

    Liebe Omnivoren,
    schaut euch dies bitte mal an, vor allem das Bild, aber auch den Text: https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/rheda_wiedenbrueck/22518415_Tier-Transport-trotz-Hitze-Aktivisten-dokumentieren-angebliche-Lieferungen-zu-Toennies.html.
    Meint ihr nicht, dass angesichts dessen e i n Steak schon zu viel ist?

  • #11

    Tünn (Dienstag, 30 Juli 2019 12:30)

    Eine für mich neue Information: E n t h o r n u n g

    „Eine Methode ist die Verwendung eines Brenneisens, mit dem die Hornanlagen ausgebrannt werden. Durch das heiße Brenneisen wird gleichzeitig die dabei entstehende Wunde kauterisiert, wodurch Blutungen gestillt und desinfiziert werden. (...)
    Grundsätzlich verboten ist die Enthornung außer bei Demeter nur noch bei Neuland. Der Bio-Verband Gäa sowie einige weitere Verbände und Marken (Bioland, Naturland, Biokreis u. a., teilweise auch Eigenmarken von Supermärkten[14]) gestatten sie ausschließlich in Einzelfällen und nur nach ausdrücklicher Genehmigung (Stand 2015), von der allerdings
    u n t e r s c h i e d l i c h h ä u f i g Gebrauch gemacht wird.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Enthornung

  • #12

    Lesterschwein (Mittwoch, 07 August 2019 17:27)

    Hi Tünn, hier mal ganz spontan. Erst schreibst du von ‘ner Kuh und später ist es ein Kalb, dem sogar ein Bein fehlt. Das klingt schon brutal, denn es scheint noch zu leben. Es klingt so, als würde das Kalb bei lebendigem Leibe zerstückelt.
    „Euer Tofu“ klingt recht vorwurfsvoll, selbst für mich, die garantiert kein/e Veganer/in ist. Aber du hast Recht, Tofu schmeckt auch für mich einfach nur fürchterlich.
    Ich bin der Meinung, man sollte nicht jeden „Fleischesser“ verurteilen, genauso wenig, wie jede/n Veganer/in. Denn Fleisch enthält auch – für uns Menschen – wichtige Vitamine und Nährstoffe. Und wenn man die nicht zu sich nimmt, muss man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Wir Menschen sind nun einmal „Allesfresser“.
    Für mich macht es schon einen riesigen Unterschied, ob eine Kuh, ein Schwein – sagen wir einfach: ein Tier – in einer Massentierhaltung würdelos vor sich hinvegetiert oder ob es glücklich und zufrieden im Verbund auf der Weide aufwächst. Dort kann es spielen, fressen und trinken und sich mit den Artgenossen auseinandersetzen, wie es eben natürlich ist.
    Da einige Konsorten der Menschheit aber leider nur auf Geld und Profit aus sind, wurden diese riesigen Massentieranlagen erfunden. Für mich ist das nichts anderes als ein KZ. Der Mensch an sich hat sich also nicht geändert, zumindest ein Teil der Menschheit nicht. Er muss ausbeuten, erniedrigen, umbringen und Gewinn machen, nur dann ist er glücklich und nur das scheint zu zählen.
    Die anderen sollen schweigen, sich fügen und froh sein, dass sie etwas zu essen bekommen. Und dass auch Tiere Lebewesen sind, die ein Recht auf ein glückliches und zufriedenes Leben haben, ist dieser Sorte Mensch total egal.
    Dass es Menschen gibt, denen es nicht egal ist, welche Sorte Fleisch sie essen, sondern die darauf achten, dass die Tiere noch mit Würde und Achtung behandelt werden, dass ist einfach wichtig!!! Ich finde es nicht gut, wenn jeder Fleischesser generell verurteilt wird, selbst diejenigen, die sich Gedanken machen und das Fleisch nach Bioqualität kaufen.
    Tünn, vielleicht solltest du mal ein Gedicht schreiben von einem Kälbchen, dass glücklich mit seinen Kumpels über die Wiese hüpft und dem Küken, das neben der Mama im Nest aus dem Ei schlüpft und hinterher glücklich im Gras herumpicken darf, egal ob es männlich oder weiblich ist. Denn ich denke, du wolltest durch dein Gedicht gerade hervorbringen, dass es auch dir nicht egal ist, wie ein Tier aufwächst und gehalten wird. So kommt es bei mir zumindest an.
    Ich habe gemerkt, dass es total schwierig ist, Gefühle in Versen niederzuschreiben, so dass jede/r sie so versteht, wie ich es rüberbringen will, denn jede/r interpretiert anders.

  • #13

    Rainer (Donnerstag, 08 August 2019 19:40)

    Titel: Milchwirtschaft - Tierschutzversagen mit System
    - Die Zwischenüberschriften:
    - Amtliche Kontrollen versagen
    - Kontrollen nur alle 48 Jahre
    - Strafen bleiben oft aus
    - Profit auf Kosten der Tiere
    - Missstände bei Transporten
    - Kälber sterben
    ...
    „Tierschutzverstöße insbesondere bei Milchkühen lassen sich entlang der ganzen Kette der Milchproduktion beobachten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia K l ö c k n e r möchte sich dem BR gegenüber zu den Recherchen nicht äußern.
    Mehrmalige A n f r a g e n wurden ü b e r M o n a t e a b g e l e h n t. Und der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Alois Gerig, sagte ein Interview erst zu und dann kurzfristig wieder ab.“
    https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/milchkuehe-tierschutz-101.html

  • #14

    Tünn (Samstag, 10 August 2019 17:41)

    Liebe/r Lesterschwein,

    du hast recht, das klingt brutal. Ich muss zugeben, genau das war meine Absicht. Ich habe mich dazu etwas ausführlicher hier geäußert: https://www.diverseverse.de/alltag-co/der-omnivore-kommentar/.

    Zu der Kuh und dem Kalb: Das Bein der Kuh habe ich schon gegessen, das ist Vergangenheit. Nun erkläre ich, dass ich
    w e n i g Fleisch esse. Und um zu veranschaulichen, w i e wenig das ist, nehme ich das kleine Kalb. Irgendwo in einem Schlachthof wird vermutlich gerade ein Kälbchen zerlegt*. Dass ich das n i c h t sehe, ist mein Glück als Omnivore. So kann ich mein gutes Gewissen behalten, und alle diese Kälber gehen meines Mitgefühls verlustig. Genau diesen Vorgang schildere ich an der von dir monierten Stelle: Ein Kalb wird zerlegt (vor dem Töten hoffentlich sorgfältig betäubt, aber auch das ist keinesfalls garantiert), und niemand bringt ihm Mitgefühl entgegen. Brutal eben.

    *
    „Vor einigen Wochen habe ich wieder eine der Intensiv-Kälbermästereien besichtigt: (...). Da stehen bei mindestens 37 Grad Luftwärme und hoher Luftfeuchtigkeit 2500 Kälber in völliger Dunkelheit, und das für ihr ganzes Leben, nämlich von kurz nach ihrer Geburt bis zu ihrer Schlachtung im Alter von drei Monaten. Hätten sie zeitweise Licht, so würden sie sich bewegen und dafür nutzlos Kalorien verbrauchen. Sie stehen in engen, hölzernen Boxen, in denen sie sich nicht umdrehen, sondern nur aufstehen und niederlegen können. Der Kopf ist häufig in einer Öffnung der Vorderwand ständig festgehalten.
    Ein Kalb, das mit der Mutter auf der Wiese läuft oder neben ihr im Stall steht, beginnt mit zehn bis vierzehn Tagen Grashalme, Heu und Stroh aufzunehmen. Das regt die Bildung des Pansenmagens an, der sofort beginnt, wieder Vitamine aufzuschließen. Für die Fleischbildung, insbesondere für die Herstellung des weißen Kalbfleisches, ist das aber nachteilig. Deswegen werden die Tiere durch den Durst in den heißen Hallen gezwungen, ständig übermäßig viel von einer milchähnlichen Flüssigkeit mit 20 Prozent Fett aufzunehmen. (...)“
    https://www.zeit.de/1973/39/zum-schlachten-geboren

    3 Monate - das ist etwas über 1% der natürlichen Lebenserwartung!

  • #15

    Christian (Samstag, 10 August 2019 17:48)

    Ich habe einmal ein Kälbchen erlebt, das nach seiner Geburt von Muttern getrennt und in einen Käfig kaum größer als es selbst gesperrt wurde.
    Mutter und Kind konnten sich sehen, aber nicht zu einanander kommen. Den Anblick, den Jammer der beiden, kann ich nicht vergessen.
    Eine angemessene vegane Ernährung entspricht dem Stand der Evolution und Zivilisation.

  • #16

    Bernd (Montag, 12 August 2019 09:07)

    Ich ernähre mich seit etwa einem halben Jahrhundert vegetarisch und erst seit zwei Jahren vegan mit einer kleinen Vit. B 12 Tablette als Ergänzung. Dabei bin ich kein Purist, mal etwas Ziegenfrischkäse, auch mal ein Stück Schokolade. Mangelerscheinungen kenne ich nicht.

  • #17

    Tünn (Donnerstag, 21 November 2019 14:56)

    Jemand hat mir den u.a. Link zugeschickt.
    Interessantes Interview:

    „...
    Das heißt, ob Großbetrieb oder „Metzger des Vertrauens“ – es läuft überall gleich?

    Die Prozesse sind immer die gleichen. Wie auch bei den Bauerhöfen kommt es nicht darauf an, ob ein Bauer 1500 Tiere hat oder 100. Wenn der Mensch nicht richtig tickt, gibt es Tierquälerei. Gerade auch der „Metzger des Vertrauens“ ist mir im Rahmen meiner Recherchearbeit für SOKO Tierschutz häufiger untergekommen. Die Verstöße waren teilweise schwerwiegender als in einem großen Schlachthof.

    Woran liegt das?

    Gerade Bio-Tiere sorgen bei der Schlachtung für Probleme. Diese Tiere sind kräftiger gebaut, kommen aus der Weidehaltung und haben teilweise wenig Menschenkontakt. An ihrem letzten Tag, wenn sie in den Schlachthof getrieben werden, haben sie viel mehr Stress, als ein konventionelles Tier, das an Menschen gewöhnt ist und sowieso schon sein Leben lang eingesperrt war. Dazu kommen feine Details: sie haben zum Beispiel Hörner und eine wahnsinnig starke Schädelbehaarung. Das sind Faktoren, die sich sehr negativ auf die Betäubung auswirken.
    Das heißt, es passieren ausgerechnet bei Bio-Tieren oftmals Fehler, sodass das Tier länger leidet?
    Ja. Die Tiere sind einfach teilweise viel zu kräftig für diesen mickrigen Bolzenschussapparat. Die großen Hörner sorgen dafür, dass sich die Tiere in den standardisierten Betäubungsboxen, in denen normalerweise fast nur hornlose Tiere einmarschieren, verhängen, einklemmen und Panik bekommen. Die starke Behaarung auf dem Schädel bestimmter Rassen sorgt dafür, dass von diesen 8 bis 12 Zentimetern Bolzenlänge des Betäubungsapparates entscheidende Zentimeter fehlen, die nicht ins Gehirn eindringen.

    ...

    In meiner Naivität bin ich da in den Schlachthof hinein marschiert und dachte, dass sich innerhalb von zwei Jahrzehnten seit meiner Lehre an den Betäubungsmethoden und am Umgang mit den Tieren etwas verbessert hat. Ich wurde innerhalb von Minuten eines Besseren belehrt und fand mich in einem blutigen Albtraum wieder.

    ...

    Zu meinem eigenen Erstaunen hatte dieser Bio-Betrieb nahezu die gleiche Fehlbetäubungsrate wie der „McDonalds“-Schlachthof, obwohl dort teilweise alle 30 Sekunden ein Tier niedergeschossen wurde und in Eschweiler der Betäuber an der Box teilweise für drei Tiere eine Stunde Zeit hatte. Die Größe eines Betriebes spielt überhaupt keine Rolle, denn das Grundsystem ist brutal, bestialisch und gewalttätig.

    ...“

    Alles lesen:
    https://vegan-ist-zukunft.de/sie-haben-mich-angeschaut-als-ob-ich-der-groesste-verraeter-waere/

  • #18

    Hendrik (Samstag, 07 Dezember 2019 14:45)

    Schon gesehen?:
    "Schlachten wird sich nicht mehr lohnen - enseits der breiten Öffentlichkeit entwickeln Start-ups neues Fleisch, für das kein Tier mehr sterben muss"
    https://www.freitag.de/autoren/cbaron/schlachten-wird-sich-nicht-mehr-lohnen

  • #19

    Heinz (Dienstag, 07 Januar 2020 14:12)

    So geht's auch:

    "Vom „schmackhaften Fleisch alter Rassen", die nicht zur Befriedigung der Fleisch-Ess-Lust der Massen schnell hochgefüttert werden, schwärmt auch Familie Maaß aus Werther. Seit fast 20 Jahren halten sie vom Aussterben bedrohte Glanrinder, die bei ihnen im Sommer auf der Weide und im Winter im Offenstall leben. 17 Kopf stark ist ihre Herde inzwischen, die mit der vom Niederrhein stammenden Kuh Babsi aufgebaut wurde. „Die Kälbchen werden bei uns im Frühjahr geboren und bleiben bis Ende Herbst bei ihren Müttern im Herdenverband.
    ...
    Somit bekommen sie m i n d e s t e n s s e c h s M o n a t e M u t t e r m i l c h satt und haben viel Power für die weitere Aufzucht", erklärt Gerhard Maaß. Neben ihm neckt Großspitz Arthos eines der gutmütigen Rinder. Der Großspitz gehört übrigens auch zu den bedrohten Haus- und Nutztierrrassen, genau wie die Lippegänse, die schnatternd auf dem Hofweier eine Runde ziehen."
    https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/halle/22658670_Klimawandel-und-Seuchen-Warum-der-Erhalt-uralter-Tierrassen-sinnvoll-ist.html

  • #20

    Moinsen (Freitag, 21 Februar 2020 11:18)

    "Engagierter Tierschützer Joaquin Phoenix trägt Kalb aus Schlachthof in die Freiheit"

    "Bei den Oscars gewann Joaquin Phoenix in diesem Jahr einen Preis als bester Hauptdarsteller. In seiner Dankesrede machte er sich erneut für Tierrechte stark. «Wir denken, wir haben das Recht eine Kuh künstlich zu befruchten und ihr Baby zu stehlen», sagte er. «Dann nehmen wir die Milch, die für ihr Kalb bestimmt war, und kippen sie in unseren Kaffee und unsere Cornflakes»."
    Quelle: https://www.nw.de/nachrichten/panorama/22703896_Joaquin-Phoenix-traegt-Kalb-aus-Schlachthof-in-die-Freiheit.html

    Das erinnert an Christines Kommentar.

  • #21

    Miss Piggy (Samstag, 22 Februar 2020 13:12)

    "Grausamer Alltag für Millionen von Sauen: Eingesperrt in Metallkäfigen können sich die Tiere kaum bewegen. In Deutschland müssen über zwei Millionen »Zuchtsauen« die Hälfte ihres kurzen Lebens in diesen Kastenständen verbringen. Grund: Die Industrie will in dieser Maschinerie so viele Ferkel wie möglich so reibungslos wie möglich »produzieren«. Weder können sich die Sauen umdrehen noch im Liegen wenigstens die Beine ausstrecken. Auch der Kontakt zu ihren Artgenossinnen und die Pflege ihres Nachwuchses bleiben ihnen verwehrt. In diesem System darf die Sau keine Mutter sein, sondern wird lediglich als »Stück Fleisch« betrachtet, mit dem man Umsatz macht.
    Kastenstände sind Tierqual!

    Das sogenannte Magdeburger Urteil vom 24. November 2015 schaffte Rechtssicherheit über die Auslegung von § 24 der Nutztierhaltungsverordnung. Dieser besagt, dass »Kastenstände so beschaffen sein müssen, dass jedes Schwein ungehindert aufstehen, sich hinlegen sowie den Kopf und in Seitenlage die Gliedmaßen ausstrecken kann« und dass deshalb der Umbau der Kastenstände unverzüglich und ohne langjährige Fristen erfolgen muss.
    Ministerin Klöckners Vorhaben ist verfassungswidrig!

    Diese Vorgabe wird jedoch von den meisten Betrieben nicht eingehalten und entsprechende Rechtsprechung ignoriert. In der geplanten Neuregelung zur Kastenstand-Haltung soll dieser Satz nun aus der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gestrichen werden. Damit würde Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die bislang illegale, aber gängige Praktik legalisieren und die Tierschutzvorgaben in Deutschland sogar verschlechtern. Dieses Vorhaben ist eindeutig verfassungswidrig, da im Tierschutz das Verschlechterungsverbot gilt.

    Der breite Protest von über 20 Tier- und Umweltschutzorganisationen hat dazu geführt, dass die ursprünglich für Dezember geplante Abstimmung im Bundesrat verschoben wurde. Der neue Zeitplan sieht vor, dass der Bundesrat am 14. Februar abstimmt. Update: Die für den 14. Februar angesetzte Abstimmung wurde erneut verschoben. Die Verordnung soll nun frühstens am 13. März erneut auf die Tagesordnung kommen."
    https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/petitionen/schweine-raus-aus-kastenstaenden?utm_source=nl20-2&utm_medium=email&utm_campaign=w-nl

  • #22

    Egon (Donnerstag, 18 Juni 2020 11:10)

    Zigtausende Schlachtunge pro Tag am Tönnies-Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück. Überwiegend Bulgaren und Rumänen arbeiten und wohnen unter unwürdigen und krankmachenden Bedingungen zu Hungerlöhnen - wie auch sonst in der Schlachtindustrie.
    Nun waren rund 650 Mitarbeiter (noch sind nicht alle Tests asgewertet) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schulen und Kitas sind erneut geschlossen, 7000 Menschen in Quarantäne, von Einkommensverlusten und Arbeitslosigkeit bedroht, mit ihren Kindern wieder allein gelassen.

    "Ralph Ruthe aus Bielefeld ist einer der renommiertesten Comiczeichner Deutschlands - und einer, der sich für seine Überzeugungen einsetzt und Missstände anprangert. (...) Jetzt äußert sich Ruthe zum Corona-Großalarm beim Schlachtbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh. Und zwar deutlich.

    "Es sind Menschen wie dieser Schweinebaron aus Gütersloh, wegen denen der Planet vor die Wand fährt", twittert Ruthe. "Halten sich null an Regeln, kein Respekt vor Mensch und Tier, alles um knorpelige Fleischwurst billig zu produzieren." Außerdem fordert Ruthe: "Schlachthöfe abschaffen."

    Er selbst wirbt für Vegetarismus. "Vegetarisch leben: super-einfach. Probiert es, jetzt erst recht! (...)"
    https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22808386_Corona-Alarm-Ralph-Ruthe-schiesst-scharf-gegen-Schweinebaron-Toennies.html

  • #23

    Mattes (Samstag, 27 Juni 2020 14:47)

    Ich hoffe, der Platz reicht für den ganzen Artikel, denn auf nichts daraus kann man verzichten:

    "
    Das Leben eines typischen Tönnies-Schweines

    Die Tierrechtlerin Friederike Schmitz beschreibt das Leben eines typischen Tönnies-Schweines: Von seiner Geburt bis zur Schlachtung

    Das Leben des Schweins beginnt in der Schweinezuchtanlage. Dort werden die Sauen in Deutschland häufig zur Besamung in Kastenständen gehalten. Bis zu vier Wochen verbringen sie dort, ohne sich bewegen zu können. Dann kommen sie eine Weile in Gruppenhaltung und zur Geburt wieder in einen körpergroßen Käfig. Dort werden die Ferkel geboren. In der Natur würde die Mutter jetzt ein Nest bauen, die Ferkel beschnuppern, ihnen zeigen, wo es essen gibt, sie aufziehen, wie es alle Säugetiere machen. Das alles ist dort nicht möglich.

    Den Schweinen werden dann die Ringelschwänze abgeschnitten. In den Mastanlagen würde sie sich die sonst später gegenseitig abfressen: aus Stress und Langeweile. Außerdem werden den männlichen Ferkeln ohne Betäubung die Hoden herausgeschnitten. Die Schweine entwickeln sonst in ihrer Pubertät - also mit circa einem halben Jahr - eine bestimmten Ebergeruch. Solches Fleisch lässt sich nicht gut verkaufen.

    Nach drei bis vier Wochen werden die Ferkel dann der Mutter weggenommen und kommen in einen Aufzuchtstall. Sie ziehen dann mehrmals um - entweder innerhalb eines Betriebes, oft aber auch zwischen mehreren Betrieben. Wie viel Platz sie haben, richtet sich nach ihrem Gewicht: Unter 50 kg haben sie 0,5 Quadratmeter Platz, das steigert sich bis 0,75 Quadratmeter pro Schwein mit 110 kg. Das ist dann auch das Schlachtgewicht.

    In der Mastanlage haben sie unter sich einen Spaltenboden, der Kot und Urin durchlassen soll. Das klappt natürlich nur bedingt. Dort können sie eigentlich nichts machen, was sie unter natürlichen Umständen gern machen würden. Schweine sind lebhafte, neugierige Tiere. Zur Nahrungssuche wühlen sie eigentlich im Boden. Das geht dort nicht.

    Zur Körperpflege und Abkühlung würden sie sich suhlen. Das können sie in der Mastanlage bestenfalls in den eigenen Exkrementen. Schweine rennen und erkunden gern die Gegend. Auch das ist unmöglich. In Deutschland ist es vorgeschrieben, ihnen Beschäftigungsmaterial zu bieten. Das ist häufig ein Holzklöppel an einer Metallkette. Auf dem kauen sie ein bisschen herum, verlieren aber schnell wieder das Interesse. Schweine sind eben auch recht schlaue Tiere. Für die ist es nicht so spannend, die ganze Zeit an einem Holzklotz herumzukauen.

    Ihrem normalen Sozialverhalten können sie natürlich auch nicht nachgehen. Auch Krankheiten und Verletzungen sind weit verbreitet. An den Spaltenböden verletzen sie sich die Klauen. Von den Kot- und Urindämpfen bekommen sie Lungenkrankheiten. Viele Tiere sind krank, obwohl sie nur ein halbes Jahr alt werden. Viele Schweine sterben lange, bevor sie geschlachtet werden. Deutschlandweit über tausend Schweine pro Tag verhungern oder verenden an unbehandelten Wunden.

    Die Übrigen werden nach sechs Monaten geschlachtet. Unter anderen Bedingungen können Schweine bis zu zehn Jahre alt werden. Die Betäubung geschieht entweder per Gas oder per Elektrozange. Beides bringt Leid mit sich. Bei Tönnies werden Gruppen von Schweinen in einem Aufzug in einen Bereich mit Kohlendioxid heruntergefahren.

    Die Schweine durchleben dort einen Todeskampf: Sie haben das Gefühl zu ersticken und schnappen nach Luft. Im Anschluss werden sie wieder nach oben gefahren. Dort werden sie an den Füßen aufgehängt und per Messerstich getötet. Wenn sie ausgeblutet sind, kommen sie in ein heißes Brühbad, wo die Borsten entfernt werden. Im Anschluss werden sie von Arbeiterinnen und Arbeitern zerlegt. So ergeht es 55 Millionen Schweinen pro Jahr in Deutschland.

    Es sei denn, das Schwein wird nicht richtig abgestochen und blutet so nicht rechtzeitig aus. Wenn die Betäubung nachlässt, wacht es dann zum Beispiel in dem heißen Brühbad wieder auf. Das betrifft nach Schätzungen etwa 500.000 Schweine pro Jahr. (Fabian Goldmann)"
    https://www.heise.de/tp/features/Das-Leben-eines-typischen-Toennies-Schweines-4796082.html

  • #24

    Mattes (Samstag, 18 Juli 2020 17:02)

    Kein besserer Tod für BIO-Tiere:

    "Gleiche Schlachthöfe, gleiche Bedingungen

    Oft enden Tiere aus ökologischer und konventioneller Landwirtschaft daher in den gleichen großen Schlachthöfen. Auch Tönnies schlachtet Bio-Fleisch und ist, einem Bericht der "Welt" zufolge, sogar Marktführer unter den Bioschlachtern in Deutschland. Ein Sprecher des Unternehmens sagte der "Welt": "Bio ist keine Frage der Schlachtung und Verarbeitung, sondern der Tierhaltung." Der Verband für Fleischwirtschaft bestätigte t-online.de, grundsätzlich würden bei der Schlachtung für beide Haltungsformen hinsichtlich Tierschutzes und Fleischhygiene die gleichen Anforderungen gelten. ..."
    https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_88233802/fleisch-debatte-wie-stirbt-eigentlich-ein-bio-rind-.html

  • #25

    Ohnewoateweildiefehlenmir (Samstag, 12 Dezember 2020 14:01)

    "66 Kühen droht die Schächtung

    Münster (WB/ca) - Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hat vergeblich versucht, 66 trächtigen Kühen den Transport nach Marokko und mögliche Qualen zu ersparen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat in einem Eilbeschluss eine anderslautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln aufgehoben.

    Daraufhin wurden die Tiere am Freitag verladen. Die Veterinäre in Siegburg haben Spediteuren schon mehrfach die Papiere für Tiertransporte nach Marokko verweigert und waren vom Verwaltungsgericht Köln gestützt worden. Es verbot erst im November den Transport von 132 trächtigen Kühen nach Nordafrika und begründete das mit Berichten von Tierschutzorganisationen über „brutale mittelalterliche Methoden“. So würden Tiere die Beine zusammengebunden, damit man sie umstoßen könne. Dann klettere ein Schlachter auf das Tier und säge ihm die Kehle durch. Auch würden Tiere bei vollem Bewusstsein an einem Bein aufgehängt.

    Jetzt hob das OVG eine solche Kölner Entscheidung auf. Nach Ansicht der Münsteraner Richter seien mögliche e [sic] in Marokko nicht dem Spediteur zuzurechnen. Es spreche auch nichts Konkretes dafür, dass die Kühe sofort nach Ankunft tierschutzwidrig behandelt würden. Das Veterinäramt stütze sich auf „allgemeine Kenntnisse“ über den Umgang mit Kühen in Marokko und nicht auf „neutrale Stellungnahmen staatlicher Stellen“. Außerdem sei ein Veterinäramt nicht zuständig, um generelle Transportverbote zu erlassen. Az.: 20 B 1958/20"
    https://www.westfalen-blatt.de/Ueberregional/Nachrichten/Politik/4329341-OVG-erlaubt-Transport-nach-Marokko-66-Kuehen-droht-die-Schaechtung

  • #26

    Miss Piggy (Dienstag, 26 Januar 2021 15:17)

    "In fast 60 Prozent aller überprüften Schweinemastbetriebe haben nordrhein-westfälische Amtstierärzte Verstöße bei der Versorgung kranker oder verletzter Tiere entdeckt.
    ...
    Kranke oder verletzte Ferkel, die an den Hinterbeinen gefasst und gegen eine Mauer geschlagen werden, um sie zu töten – solche zumeist illegal aufgenommenen Bilder werden gelegentlich von Tierschutzorganisationen verbreitet. „Es gibt diese Fälle, aber wir wollen sie nicht, und unternehmen viel, um sie zu verhindern“, sagt Hubertus Beringmeier. Er ist Schweinemäster aus Hövelhof und der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.
    ...
    In 42 der Betriebe, die das Töten selbst übernehmen und nicht dem Tierarzt überlassen, gab es das vorgeschriebene Betäubungsgerät nicht, oder es war kaputt. In Fällen, in denen die Amtstierärzte Schweine mit länger anhaltenden Schmerzen und Leiden entdeckt hätten, wurden Anzeigen geschrieben. Zahlen nannte das Ministerium aber nicht.
    ...
    Ein unheilbar krankes oder verletztes Tier über Tage sterben zu lassen – oft geht es dabei ums Geld, denn den Tierarzt kommt nicht kostenlos. „Wir versuchen seit Jahren, auch den letzten zu überzeugen, dass es so nicht geht“, sagt Hubertus Beringmeier.
    ...
    Für den Deutschen Tierschutzbund in Bonn zeigt der Bericht des Ministeriums dagegen nur „die Spitze des Eisbergs“. Präsident Thomas Schröder: „Im Durchschnitt wird jeder Betrieb in Deutschland alle 17 Jahre kontrolliert. Auf dieser Basis kann es keinen konsequenten Tierschutz geben.“
    https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Paderborn/Hoevelhof/4353148-Ministerium-laesst-387-Mastbetriebe-untersuchen-und-entdeckt-Maengel-Kranke-Schweine-schlecht-versorgt

  • #27

    Rudi (Donnerstag, 04 Februar 2021 06:57)

    "(...) Differenzierter setzt sich der Brancheninfodienst Biohandel mit der aktuellen Entwicklung auseinander: In einem am 30. Dezember 2020 veröffentlichten Jahresrückblick heißt es, dass auch Biofleisch im zurückliegenden Jahr unter prekären Arbeitsbedingungen in Coronahotspotbetrieben produziert worden sein könnte, da sich das als großer Ausbeuter bekannt gewordene Unternehmen Tönnies als »Deutschlands größter Bioschlachtbetrieb« bezeichne."
    https://www.jungewelt.de/artikel/395752.nahrungsmittelindustrie-bio-m%C3%B6glichst-billig.html

  • #28

    Heiner (Freitag, 05 Februar 2021 14:35)

    "UN-Studie: Hoher Fleischkonsum und darauf ausgerichtete Landwirtschaft gefährden auch menschliche Lebensgrundlagen. Mit drei "Hebeln" soll umgesteuert werden

    Während die deutsche Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Julia Klöckner (CDU), von der Organisation Foodwatch verklagt wird, weil sie ihre Kontakte zu Lobbyisten nicht offenlegen will, hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) dem "globalen Nahrungsmittelsystem" ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt.

    Die auf intensiven Fleischkonsum ausgerichtete Landwirtschaft ist demnach wegen ihres hohen Flächen- und Ressourcenverbrauchs zum "Haupttreiber" der Zerstörung von Ökosystemen und Lebensräumen geworden. Eine Fortsetzung dieser Entwicklung werde nicht nur das Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt beschleunigen, sondern auch "unsere Fähigkeit gefährden, die menschliche Bevölkerung zu erhalten", heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von UNEP und dem britischen Thinktank Chatham House. (...)"
    https://www.heise.de/tp/features/Haupttreiber-der-Naturzerstoerung-5046727.html

  • #29

    Heidi (Freitag, 05 Februar 2021 15:58)

    Ein Punkt in dem Artikel, der mir wihtig erscheint:

    "Zwar wird darin als erster von drei "Hebeln" zur Schaffung eines nachhaltigeren "Nahrungsmittelsystems" eine weltweite Änderung der Ernährungsgewohnheiten genannt. Allerdings wird in dem Bericht auch betont, dass e i n U m d e n k e n a u f d e r K o n s u m e n t e n s e i t
    e n i c h t r e i c h e n werde. Zweitens müsse nämlich mehr Land für die Natur "reserviert" werden, "sei es durch die Wiederherstellung einheimischer Ökosysteme auf verschontem Ackerland oder durch die Integration natürlicher Lebensrauminseln in Ackerland". Diese "Landschonung" sei gesetzlich streng zu regulieren. Als dritter "Hebel" wird die Umstellung auf eine nachhaltigere Landwirtschaft genannt. ..."
    https://www.heise.de/tp/features/Haupttreiber-der-Naturzerstoerung-5046727.html

  • #30

    Gruselig! (Dienstag, 02 März 2021 10:55)

    "Viehhandel: Tierquälerei auf Schiffen: Tausende Rinder auf Irrfahrt im Mittelmeer

    Monatelang waren 900 lebende Rinder auf einem Schrottschiff eingepfercht, letztlich mussten alle Tiere eingeschläfert werden. Diese Chaosreise ist kein Einzelfall.
    ...
    Madrid. Der äußerliche Eindruck ist wenig vertrauenerweckend. Der ehemals weiße Rumpf der "Karim Allah" ist mit Rostflecken übersät. Drinnen, in dem mehr als 50 Jahre alten Kahn, dürfte es nicht viel besser aussehen. In diesem "Schrottschiff", wie Kritiker den Frachter nennen, waren 70 Tage lang 900 lebende Rinder eingepfercht und auf Irrfahrt im Mittelmeer. In einem Schiffsrumpf, der nur 82 Meter lang und 14 Meter breit ist. "Das ist Quälerei", empören sich Tierschützer, die im spanischen Mittelmeerhafen Cartagena gegen diesen Viehtransport protestieren..."
    https://www.nw.de/umwelt/22964754_Tierquaelerei-auf-Schiffen-Tausende-Rinder-auf-Irrfahrt-im-Mittelmeer.html

  • #31

    Wilhelm Weiterso (Montag, 15 März 2021 11:23)

    "Gegen Fleischkonsum und Massentierhaltung
    Tönnies-Gegner blockieren Kreuzung

    Rheda-Wiedenbrück (eph) - Man mag zu den Dauer-Demonstranten gegen Fleischkonsum und Massentierhaltung im Allgemeinen und das Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen Tönnies im Besonderen stehen, wie man will. Eines muss man den Aktionisten lassen: Sie zeichnen sich aus durch Beharrlichkeit und Kreativität.
    Kritik an Politik und Fleischwirtschaft

    Ihr Anliegen, das ist für sie der „blutige Alltag von Nutztieren in der Ernährungsindustrie“: „Bis zum heutigen Tag blockieren diverse Akteure einen menschlichen Umgang mit Tieren, weshalb wir mit unserer Ampelaktion die eigentliche Blockade von Politik und Wirtschaft sichtbar machen wollen“, hieß es in einem Begleitschreiben zur Demo, das von den Aktivisten Asja Pfirrmann, Katharina Friess, Marie-Kristin Mueller (alle Organisation „Animal Save“, Bielefeld) sowie Oliver Groteheide vom Gütersloher Verein „Fairleben“ unterzeichnet war.

    Für seinen Protest hatte sich das Bündnis diesmal ein neues Format ausgedacht: Statt vor dem nur wenige Hundert Meter entfernten Fleischwerk mit Transparenten und Plakaten mehr oder weniger still auf die eigenen Forderungen aufmerksam zu machen, haben sich die Demonstranten an der stark frequentierten Straßenkreuzung eingefunden. An der von ihnen so getauften „Straße des Grauens“, auf der nach ihren Angaben täglich bis zu 30.000 Schweine in Tiertransportern in Richtung Schlachtbank rollen, blockierten sie am Samstag zwischen 13 und 15 Uhr in regelmäßigen Abständen die komplette Ampelanlage.
    Herzzerreißende Szenen am Schweinetransporter

    Unter der Augen von sieben Polizeibeamten in drei Einsatzfahrzeugen griff dazu „Fairleben“-Sprecher Oliver Groteheide alle 15 Minuten zum Megafon, um das Kommando für die Blockade zu geben. Mit Transparenten wie „Fleisch frisst die Welt“ und Plakaten mit Aufschriften wie „Artgerecht ist nur die Freiheit“ oder „Tiere sind keine Lebensmittel“ stoppten die Demonstranten jeweils während einer kompletten Ampel-Grün-Phase den Verkehr. „Wir haben festgestellt, dass Reden allein nichts bringt. Deswegen haben wir zu anderen Mitteln gegriffen und uns für das sogenannte Swarming entschieden“, erläuterte Oliver Groteheide. Gewaltfreier Protest sei nach Expertenmeinung das beste Mittel, um etwas zu bewegen. Groteheide: „Es gibt 100 verschiedene Protestformen, und davon haben wir noch einige in petto. Wir werden so lange kämpfen, bis diese Form der Fleischerzeugung ein Ende hat.“

    Zu herzzerreißenden Szenen kam es 45 Minuten nach dem Beginn der Aktion, als ein mit Schlachtschweinen beladener Transporter auf dem Weg zum Tönnies-Werk vor der Ampelanlage anhielt und nicht mehr weiterfahren konnte: Mehrere Frauen näherten sich dem Viehlaster, versuchten, die Schweine zu streicheln, und sprachen mit ihnen. Als der Lkw seine Fahrt fortsetzte, bleiben die Frauen mit Tränen in den Augen zurück.
    Lob von der Polizei

    Bei der Polizei, die an diesem Tag ihren Beobachterstatus nicht verlassen musste, fand das Verhalten der Tierschützer Anerkennung. Einsatzleiter Polizeihauptkommissar Uwe Koch, der sich eine Woche zuvor mit Katharina Friess und Oliver Groteheide an Ort und Stelle getroffen hat: „Ich habe selten ein so kooperatives Gespräch mit Demonstranten geführt. Auch das Verhalten heute ist lobend hervorzuheben.“ "(...)
    https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Guetersloh/Rheda-Wiedenbrueck/4384447-Gegen-Fleischkonsum-und-Massentierhaltung-Toennies-Gegner-blockieren-Kreuzung

  • #32

    Der Geschockte (Donnerstag, 08 April 2021 10:57)

    "Bielefeld. Sogar die NRW-Landesregierung schreibt von "erschreckenden Filmaufnahmen". In einem Schlachtbetrieb in Selm (Kreis Unna) wurden offenbar mehr als 100 Tiere geschächtet - ihnen wurde bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten; eine Form des Schlachtens, die in Teilen des Islams und des Judentums verbreitet ist. Öffentlich gemacht hat den Fall die "Soko Tierschutz", die Videoaufnahmen dieser verbotenen Schlachtungen machten.

    Die Aufnahmen (liegen in Teilen nw.de vor) zeigen Grausames. Mehrere Rinder und Schafe wurden an ihren Hinterbeinen aufgehängt. Bei Bewusstsein wurde ihnen die Kehle durchgeschnitten, um sie - elend schreiend und um ihr Leben kämpfend - schließlich ausbluten zu lassen. Der Kreis Unna hat laut NRW-Landesregierung bestätigt, dass die Aufnahmen aus dem Betrieb stammen.

    Schächten verboten

    Eigentlich ist das Schächten verboten. In Deutschland gilt, dass die Tiere vor dem Schlachten erst betäubt sein müssen. Es können zwar Ausnahmen gemacht werden, zumindest in NRW - so schreibt die Landesregierung in einem Bericht - sei das in den vergangenen 13 Jahren aber nicht passiert. Allerdings werde laut Landesregierung muslimischen Religionsgemeinschaften in NRW ermöglicht, Schafe und Rinder unter amtlicher Überwachung entsprechend den religiösen Vorgaben schlachten zu lassen, ohne dabei auf die Betäubung zu verzichten.

    Anders sieht es allerdings in dem Fall in Selm aus. Hier sollen laut Tierschützern im Zeitraum zwischen dem 25. Februar und 18. März dieses Jahres (14 Schlachttage) 189 Tiere - vor allem Schafe - bei vollem Bewusstsein geschächtet worden sein. "Die Schafe wurden brutal aufgeschlitzt und auf einen Haufen geworfen, Rinder kämpften blutend und an der Kette baumelnd um ihr Leben und brüllten vor Schmerzen", beschreibt "Soko Tierschutz"-Ermittler Friedrich Mülln die Zustände.
    Seit Jahren entsprechende Vorwürfe?

    Laut den Tierschützern sollen die Behörden seit Jahren von entsprechenden Vorwürfen informiert gewesen sein. Und: Auf den Videos seien keine Veterinärkontrollen zu sehen, die bei einem Betrieb dieser Größe vorgeschrieben seien - eine Lebendschau habe nicht stattgefunden. ..."
    https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/22988149_Erschreckende-Filmaufnahmen-Tiere-werden-in-Schlachtbetrieb-geschaechtet.html

  • #33

    Chris (Montag, 26 April 2021 17:15)

    T o f u muss nicht langweilig sein. Es kommt auf das Würzen und das angemessene Braten an ebenso wie beim Fleisch. Genauso Seitan. Total lecker! Was ich im Gedicht vermisse, ist der U m w e l t Aspekt: Die Produktion von 1 kg Fleisch verbraucht 10-20 Tonnen Wasser. Unmengen von Gülle belasten das Erdreich und das Trinkwasser. 50 Prozent der Weltgetreideernte und 90% der Weltsojaernte werden zum Mästen der Tiere verwendet. Dabei hungern fast 1 Milliarde Menschen.  Hinzukommt die qualvolle Tierhaltung zur Milch und Fleischproduktion, die Methanemission und die Belastung der Gesundheit des Menschen durch Fleisch -, Milch - und Eierkonsum. Und das ist längst nicht alles ...

  • #34

    Wie-is-dat-mitti-Schafe? (Mittwoch, 19 Mai 2021 14:25)

    "Warum wir ihr Fleisch und ihre Milch nicht konsumieren sollten

    Schafe und Ziegen gehören wie auch Rinder zu den wiederkäuenden Säugetieren. Ihr Leben verbringen sie je nach „Rasse“ am liebsten auf saftigen Weiden oder in den Bergen. Wegen ihres Fleisches oder ihrer Milch werden aber leider immer mehr Schafe und Ziegen intensiv gehalten, müssen ihr Leben also dauerhaft im Stall verbringen. Zudem werden auch sie züchterisch so verändert, dass sie schneller mehr Fleisch ansetzen und mehr Milch geben. Für beide Tierarten gibt es jedoch noch immer keine speziellen und gesetzlich geregelten Haltungsbedingungen und somit ist es schwer, gegen die schlechten Zustände vorzugehen.
    Schafe

    Zwar sieht es oft idyllisch aus, wenn die Schafe grasend mit ihren Lämmern auf einer Wiese stehen, doch letztendlich werden sie nur wegen ihres Fleisches oder ihrer Wolle gehalten.

    Wer sich genauer umsieht, wird erkennen, dass viele Schafe humpeln, hinken oder sogar unter der sogenannten Moderhinke leiden. Diese berüchtigte Schafkrankheit führt zu extrem schmerzhaften Klauenentzündungen, und teilweise können die Tiere kaum noch laufen. Die Krankheit wird meist durch mangelnde Klauenpflege und Haltung auf permanent feuchten, matschigen Böden begünstigt. Außerdem wird der Großteil der Schafe im Winter in engen Ställen gehalten, manche Tiere stehen sogar nie auf einer grünen Wiese.

    Der Wiesen-Idylle wird jedoch spätestens ein jähes Ende gesetzt, wenn wir erfahren, was bereits nach wenigen Wochen mit den allermeisten Lämmern geschieht – sie werden ins Schlachthaus transportiert, mit einem Bolzenschuss betäubt und bekommen dann die Kehle durchgeschnitten, während sie kopfüber an einem Bein aufgehängt sind.

    Jährlich werden alleine in Deutschland über eine Million Schafe und Lämmer in Schlachthäusern getötet (1). Da Lammfleisch in Deutschland bevorzugt wird, werden die Lämmer ihren Müttern bereits nach wenigen Wochen entrissen, gemästet und deutlich vor Erreichen des ersten Lebensjahres getötet. Die Mutterschafe werden anschließend erneut geschwängert. Werden die Schafe krank oder unfruchtbar, sind sie für den Landwirt unwirtschaftlich und werden so meist nach wenigen Jahren ebenfalls im Schlachthaus getötet. Zudem werden einige Tiere gemästet und dann unter großen Qualen ins Ausland transportiert um dort geschlachtet („geschächtet“) zu werden. Werden die sensiblen Schafe wegen ihrer Milch gehalten, dann werden ihnen die Lämmer meist kurz nach der Geburt entrissen. Die männlichen Tiere erwarten ebenfalls die Mast und der anschließende Tod. Die Weiblichen werden gemolken und zum Schlachter transportiert, wenn ihre Milchleistung nachlässt.

    Lesen Sie hier mehr über die schlauen Schafe. (...)"

    Grusel!

  • #35

    Marga (Donnerstag, 24 Juni 2021 19:38)

    "Bei 400 unangekündigten Kontrollen bei Schweinehaltern in Nordrhein-Westfalen sind in den meisten Betrieben Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt worden. In 59 Prozent der Betriebe sei mindestens ein Verstoß gegen den Tierschutz aufgefallen, sagte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Mittwoch. Das sei ein erschreckendes Ergebnis."
    es müsste mehr kontrolliert werden, und es müsste härtere Strafen geben!
    https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/23037557_Kontrollen-Tierschutzmaengel-bei-Schweinehaltern-in-NRW.html

  • #36

    Mit Vegetarismus gegen Corona? (Montag, 05 Juli 2021)

    "Eher pflanzenbasierte Ernährung oder Kost mit viel Fisch war in einer Studie mit geringerem Risiko für schwere COVID-Verläufe assoziiert. Das berichten Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore, USA. Das Team hat von Juli bis September 2020 besonders infektions-gefährdete Mitarbeiter in Praxen und Kliniken nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Für die internationale Fall-Kontrollstudie in sechs Industrieländern (darunter Deutschland) wurden Daten von 568 Teilnehmern mit COVID-19 ausgewertet (darunter 138 mit moderatem bis schwerem Verlauf). Eine Gruppe von 2316 Teilnehmern ohne COVID-19 diente als Kontrolle. Ergebnis: Mitarbeiter, die ihre Kost als „pflanzenbasiert“ oder „pescetarisch“ angaben, hatten im Vergleich zu Mitarbeitern mit anderer Kost ein um 73 und 59 Prozent verringertes Risiko für einen moderaten bis schweren COVID-Verlauf. Dies könnte ein Hinweis auf einen protektiven Effekt sein, so die Forscher (BMJ Nutrition Prevention & Health 2021; online 7. Juni)."
    https://www.springermedizin.de/covid-19/infektionserkrankungen-in-der-hausarztpraxis/neue-coronastudien/18126192